Sibirien

das grausame Paradies


Live-Reportage von Rudi Kleinhenz


Samstag, 13:00 bis 14:30 Uhr
im Taubenreuther Vortragszelt

Juli 2005: In Ulan-Ude am Baikalsee beginnt die fünfte Etappe der großen Eurasien-Rundreise von Gabi Goll und Rudi Kleinhenz aus Bad Kissingen, mit dem Ziel Magadan, die nordöstlichste ganzjährig auf dem Landweg erreichbare Stadt in Asien. Richtig gute Straßen gibt es in dieser Region der Welt generell nicht. Sagt ein russischer Taxifahrer zu einem: „Jetzt kommen 430 km schlechte Straße!“ Dann kann sich kein Deutscher vorstellen, was dort auf Mensch und Maschine zukommt. Von Skovorodino fahren die beiden mit ihrem Toyota Landcruiser HJ 61 auf der M 56 nach Jakutsk, einer Großstadt im tiefsten Inneren der sibirischen Taiga. Dann schwenken sie ein auf die Kolyma-Trasse, auch „Straße der Toten“ genannt, die von Gulag-Häftlingen Anfang des letzten Jahrhunderts gebaut wurde und fahren 1.850 km durch das „grausame Paradies“. Auch das Dorf Tomtor oder Oimjakon liegt auf dieser Route. Hier wurde 1957 die kälteste Temperatur auf der Nordhalbkugel gemessen: -71,2°C! Die Begegnungen mit den hier lebenden Menschen gehört zu den schönsten Erinnerungen, die Rudi Kleinhenz in 30 Reisejahren durch über 150 Länder sammeln konnte.


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Rudi Kleinhenz – DZG


Schon im Vorschulalter träumte Rudi Kleinhenz, Globetrotter und Ländersammler, von der großen weiten Welt. Es dauerte jedoch, bis zur ersten Auslandsreise im Alter von 22 Jahren, Ziel war Südfrankreich. Trotz dort durchlebten Alptraums hatte Rudi das Reisefieber gepackt. Es folgten Reisen mit dem eigenen Ford Granada Kombi durch ganz Europa und Nordafrika, sowie eine Radtour durch Island. Seit 1990 reist er gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Gabi Goll rund um den Globus. Hervorzuheben ist das Sabbatjahr 2004/05 wo die beiden mit dem eigenen Landcruiser sechs Monate durch Südamerika und fünf Monate durch Zentralasien und Sibirien (Vortrag am Erzberg 2018) reisten, sowie die Umrundung Afrikas in 13 Etappen von 2010 – 2016 mit einem eigens dafür gekauften anderen Landcruiser. 156 Länder hat Rudi nun auf eigene Faust bereist. Ganz wichtig sind ihm dabei zwei Dinge. Zum einen der Kontakt zu den Einheimischen. Er wurde schon mehrfach spontan auf Hochzeits-, Tauf- oder Geburtstagsfeiern irgendwo auf der Welt eingeladen und übernachtete zahllose Mal bei Menschen aller sozialer Schichten, darunter ein russischer General und ein indischer Großmagier! Zum anderen das Vordringen in Regionen abseits aller Wege, wie z. B. das Kaokoveld in Nordnamibia, die Urwaldpisten in Zentralafrika und der Amazonasregion, oder die Schlammpisten Sibiriens. Dafür ist sein Landcruiser bestens geeignet, der seit zwei Jahren auch Werbeträger für die dzg ist, sozusagen das dzg-Mobil. Rudi ist seit 1998 Mitglied der Dt. Zentrale für Globetrotter und gehört seit 15 Jahren zu den Aktiven des Clubs. Er organisiert das Rhöntreffen der Globetrotter in Bad Bocklet/Nickersfelden und nennt sich selbst, „Chef“ des dzg-Außenteams.

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